Alles Ge“KIT“tet – Meine Erfahrung mit dem Kit-Objektiv

Alpen Landschaft im Tirol mit dem SEL2870 Kit-Objektiv von Sony fotografiert
Alpen Landschaft im Tirol mit dem SEL2870 Kit-Objektiv von Sony fotografiert

Alles Ge“KIT“tet – Meine Erfahrung mit dem Kit-Objektiv

Hallo liebe Leserin und lieber Leser.

In diesem Blog möchte ich meine Erfahrung mit dem Standard Objektiv, auch Kit Objektiv genannt, nieder schreiben.


Kit What???

Als das Kit Objektiv bezeichnet man die leichten Zoom Linsen, die man am häufigsten mit einer passenden Kamera zusammen erwerben kann.

So ein Bundle oder eben KIT ist meist günstiger und spricht vor allem Fotografie Anfänger an oder Leute die eine Kamera für Urlaub ect. erwerben.

Der Zoom suggeriert Flexibilität.

An all dem ist auch nichts aus zu setzen.

Bei Vollformat geht der Brennweiten Bereich meist von 28 bis 70mm. Bei APS-C ist die verbreitetste Variante das legendäre 1855er. Also 18 bis 55mm.

Oder 16-45 oder oder oder…

Völlig zu unrecht, werden diese Linsen von sog. Profis gern belächelt. Dabei stellen sie einen fotografisch wirklich guten Kompromiss aus Blende und Brennweite dar.

Meist liegt die Anfangsblende bei 3.5, also gerade einmal eine halbe Blende kleiner als die wesentlich kostspieligeren F/2.8 Objektive. 

Die Endblende liegt je nach Kamera und Baujahr bei 5.6 bis 6.3. Was sich tagsüber rein gar nichts nimmt.

Der Zoom Bereich ist sehr gut gewählt und hat sich nicht rein zufällig bewährt.

Wer solch ein Objektiv schon mal unterwegs benutzt hat, hat sicherlich bemerkt das man alles vom Weitwinkel (eigentlich sogar SUPERWEITWINKEL) bis zum sog. leichten“ Tele Objektiv hat. 

Mal ganz nebenbei.

Ein Teleobjektiv erkennt man nicht wirklich an der Brennweite, sondern an der Bauart. Diese sehen wir als Käufer von außen genau genommen 0%.

Diese Bauart verwendet man aber seit je her erst ab ca. 50mm. Weshalb man auch ab 50mm von einem Tele, bzw. weil es weniger als 100mm Brennweite hat, von einem leichten Teleobjektiv.

Man hat also 18mm (Beispiel) also ein Superweitwinkel und geht über die 24/28mm Weitwinkel Standart Brennweite über das legendäre 35mm (damals DIE Standart Brennweite und der „offizielle“ Anfang der Weitwinkel Objektive), hat dann 50mm (perfekte Brennweite für Portrait, bei einem Kit aber mit einer Blende von meist4-4.5 was ok ist, denn BEI MENSCH UND TIER NIMM BLENDE 4!) und hat am Ende, je nach Hersteller, 55-75mm. Sprich: eine gute Brennweite um Dinge ein wenig näher darzustellen.

Kit Linse auf 28mm F8 1/200 ISO400 vor der Sony a7II im Tirol am Wilden Kaiser

Soviel zur Theorie

Ich habe 2018 jedes mal, wenn ich unterwegs war, das 28-70mm f3.5.-5.6 auf meiner Sony a7m2 montiert gehabt.

Wie kam es dazu?

Nun, ich war zwischen durch auf einem Probe Trip und kaufte mir ein Objektiv nach dem anderen. Dabei verkaufte ich jew. den Vorgänger. (nicht wirklich zu empfehlen)

2017 war mein liebstes Objektiv das SEL24240 OSS von Sony. Also ein 24mm-240mm mit einer Blende von 3.5-6.3. (wie ich es vermisse…)

SEL24240 vor einer Sony a7 im Kaunertal F8 1/100 ISO100 24mm

Ein völlig unterschätzes Objektiv. Aber irgendwie wollte ich mein Standard Linschen zurück. Also Vertickte ich die 24240 Linse und kaufte mir wieder ein 2870 OSS.

Das übrige Geld nutzte ich zum upgraden meiner Sony a7 auf die a7 Mark 2 (ILCE-7m2).

Und weil ich nur ein normaler Mensch bin, der einen handwerklichen Beruf nachgeht, der mich nicht reich werden lässt und ich ebenfalls Ehemann und Vater bin, kann ich nicht mit Geld um mich werfen und war ein wenig gezwungen, erstmal nichts mehr kaufen zu können. (Das Upgrade auf ein 24-70 f2.8-4 ist Kostspielig und ich hatte in der Vergangenheit ja genug gewechselt).

Und so nutzte ich die Kit Linse als 2018er IMMERDRAUF.

Wenn du meinen Fotoblog auf Facebook folgst, dann waren die aller meisten Fotos im Jahr 2018 mit eben jenem Objektiv geknipst. Ein paar wenige mit alten sog. „Vintage“ Objektiven.

Ein dämlicher Begriff, da es sich ja nur um etwas ältere, meist ANALOGE, Objektive handelt. Mein persönlicher Favourit und ein schmerzlich vermisster Kumpel, seit ich wieder auf Nikon zurück bin, ist das AUTO REVUENON 135mm f2.8. Was für eine Hammer Linse. DERB SCHARF und MEGA PRÄZISE… I MISS U!!!!! 😦

Natürlich war ich auch über 2018 hinaus immer wieder mit dem KIT unterwegs. 28mm..nicht perfekt aber gut für jede Landschaft. 70mm gut um etwas aus der Umgebung zu nehmen.

35mm mein Platz 2 in allen Brennweiten. Perfekt für alles und deshalb auch Jahrzehnte lang vor vielen (gefühlt allen) Kameras für den heimgebrauch. Und auch heute noch vor so manche Digicam montiert, die über Festbrennweite und kein Wechselobjektiv verfügt (zB. Fujifilm X-Pro2 , ca. 1799.-€)

Platz 1 meiner Lieblings Brennweiten ist 50mm oder etwas in dieser Gegend. Da scheiden die Geister ohnehin, welche DIE EINE Brennweite ist.

Platz 3: 135mm-105mm

Platz 4: 200mm

Platz 5: 16mm (gern auch Fisheye)

Der Rest ist natürlich deshalb nicht schlecht, aber meine Foto Qualität hat immens zugenommen, seit ich auch mit dem KIT Objektiv, auf die Standart Festbrennweiten zoome.

Schönheit hat eben doch ein Prinzip. Alles andere liegt im Auge des Betrachters.

HygieneMuseum Dresden 70mm f5.6 1/40 ISO1600 SEL2870 an der Sony a7II

Was kann man also nach einem Jahr mit dem Kit und darüber hinaus sagen?

ALLES KANN UND NIX MUSS….wie immer oder? Ich hab mich in meinen Anfängen eher dafür geschämt NUR ein Kit zu besitzen. Aber das ist Quatsch. Es gibt kein richtig und kein falsch. Jeder muss seinen (ihren) Weg finden. Und ein Standard Objektiv ist nicht schlecht nur weil es Standard oder häufig ist. Dementsprechend wären wir alle „Mist“ nur weil wir sehr häufig und sehr Standard sind. (3mal Standard in einem Abschnitt..das gibt ne 6… oh 4mal…)


Ich habe inzwischen immer eins, denn auch zum filmen ist es besser als sein Ruf. Wenn man erst das Zusammenspiel von Blende, ISO und Belichtung verstanden hat, kann man mit jeder Linse fotografieren. Wieso also nicht mit einem kleinen Allrounder?

Bis zum nächsten mal. Man liest sich… 🙂

René | Farbsynthese

https://www.renebittner.de

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